Burgerschaft Visp

Burgerschaft Visp

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Eyholz um 1915 Eyholz um 1915

Eyholz um 1915

Chronik

Die ältere Geschichte des Wallis kann hier nachgelesen werden.

12. Jahrhundert

Jahr Ereignis
1197 Der Ort Visp wird urkundlich erwähnt.
- Bau des Meier- oder Lochmatter-Turms im Hof als Sitz der Meier. Weitere Informationen zum Turm finden Sie unter Historisches.

13. Jahrhundert

Jahr Ereignis
1214 Mit Pfarrer Matthäus und Kaplan Willemus findet die Pfarrei Visp erstmals schriftliche Erwähnung.
1221 Das früher zur Pfarrei Naters gehörende Visperterminen kommt im Austausch gegen Eggerberg an die Pfarrei Visp.
1248 Erste Erwähnung der “Comunitatis Uesbie“ aus der im 14. Jahrhundert die heutige Burgerschaft entstand.
1260 Im Kampf gegen Peter von Turn-Ayent wird Visp geplündert und in Brand gesteckt.
1267 Die Pässe von Macugnaga und Antrona werden von den Zollabgaben befreit. Visp gewinnt an Bedeutung als Handelsstadt.
1275 Eyholz wird erstmals in einer Urkunde genannt. (siehe Bilder - Eyholz in den Jahren 1915, 1928 & 1975)
1283 Der Bau von “Wehrinen“ zum Schutz vor Überschwemmungen durch die Vispe wird erwähnt
1297 Beim Aufstand des Adels gegen Bischof Bonifaz von Challant wird Visp abermals ein Raub der Flammen.

14. Jahrhundert

Jahr Ereignis
1351 Johannes de Platea schliesst mit Handelsleuten aus Mailand einen Vertrag zum Bau einer Suste (Wahrenumschlagsplatz) in Visp.
1365 Die Gräfin Blandrate und einer ihrer Söhne werden bei der Rottenbrücke in Naters von Gefolgsleuten des Bischofs ermordet und in den Fluss geworfen.
1388 Entscheidungsschlacht der Oberwalliser gegen den “Roten Graf“, Amadeus VII. von Savoyen (1360-1391), der am 23. Dezember in Visp eine schwere Niederlage erleidet; der sogenannte Mannenmitwoch.

15. Jahrhundert

Jahr Ereignis
1467 Die Söhne des Johann de Embda verkaufen ihren Anteil an der Oberhoheit über Niedergesteln-Lötschen an die Burgerschaft Visp.
1469 Es werden neue Burgerstatuten aufgestellt. Im August des selben Jahres wird Visp durch eine grosse Überschwemmung verwüstet.
1488 Die “Obere Säge und Bläue“ am Fusse des Gräfibiel wird erwähnt.

16. Jahrhundert

Jahr Ereignis
1517 Simon In-Albon aus Visp wird zum Landeshauptmann für das Jahr 1518 gewählt.
1518 Am 16. April verwüstet ein Grossbrand den grössten Teil des Gräfibiel.
1518 Bau des Simon In-Albon-Hauses auf dem Gräfibiel durch Meister Ulrich Ruffiner.
1527 Anton Venetz aus Visp wird zum Landeshauptmann gewählt. Er regiert vier Jahre lang, 1528, 1529, 1534 und 1535.
1531 Die Burgerschaft Visp gibt sich neue Statuten.
1533 Die Pest wütet im Vispertal.
1539 Jodok Kalbermatter aus Visp wird zum Landeshauptmann gewählt. Er bestimmt 1540 und 1541 die Geschicke des Wallis.
1543 Die Burgerschaft Visp erneuert ihre Statuten. Weitere Informationen zu der Statutenerneuerung finden Sie unter Historisches.
1544 Bau des neuen Zendenrathauses auf dem St. Martiniplatz durch Meister Ulrich Ruffiner.
1550 Die Schützenzunft Visp wird erstmals erwähnt.
1555 Nikolaus Im-Eich aus Visp wird Landeshauptmann und regiert 1556-1557 und 1562-1563.
1562 Der protestanisch gesinnte Peter Kaufmann, katholischer Pfarrer in Visp erhält das Burgerrecht von Visp. Der Bischof von Sitten versucht vergeblich, ihn als Pfarrer von Visp abzusetzen.
1559 Vertrag zwischen dem Zenden Visp und der Gemeinde Macugnaga über die Freiheit des Marktes vom 13. August in Macugnaga.
1573 Am 20. Dezember erschüttert ein grosses Erdbeben das Wallis
1575 Der Grosskastlan lässt in Visp drei Hexen verbrennen.
1575 Johann In-Albon aus Visp wird zum Landeshauptmann gewählt. Er wird später noch sechs weitere Male gewählt und regierte insgesamt 14 Jahre.
1575 Bau des sogenannten Cricer-Hauses auf dem Gräfibiel (siehe Bilder).
1576 Angesichts des Mangels an Notaren und Geistlichen beschliesst der Zenden Visp, eine Zendenschule zu gründen.
1584 Die Pest wütet abermals im Zenden Visp. Wegen der Pestgefahr beschliesst der Zendenrat, die in den Tälern herumstreunenden grossen Hunde erschlagen zu lassen.
1585 Zum Dank für das Erlöschen der Pest erlässt der Landrat ein Verbot des Tanzens,“weil dadurch auch viele andere Laster entspringen“.
1589 Der Mattmaktsee bricht aus und verwüstet Häuser und Kulturland.
1591 Guss von zwei Glocken für die St. Martinskirche.

17. Jahrhundert

Jahr Ereignis
1613 Landeshauptmann Sebastian Zuber und Zendenbannerherr Nikolaus Im-Eich erweitern das sogenannte Zuberhaus auf dem Kaufplatz und geben dem Gebäude das heutige Aussehen.
1618 Tod des Domdekans Bartholomäus Venetz, Pfarrer von Visp und Förderer der Reformation.
1620 Einsetzung eines Nacht-Kastlans in Visp.
1633 Im August verursacht der Ausbruch des Mattmarktsees grosse Verwüstungen. In Visp werden 18 Wohnhäuser verschüttet.
1634 Die Visper beschliessen den Bau einer Kapelle bei der Landbrücke zum Schutz vor weiteren Überschwemmungen.
1640 Eine grosse Überschwemmung, wie es seit 171 Jahren keine mehr gegeben hat, verwüstet Visp.
1646 Die Burger von Visp beschliessen, das Amt des Kastlans von Baltschieder-Gründen alle 3 Jahre neu zu besetzen. Nebst dem Kastlan sollen bei den Gerichtssitzungen je ein Burger aus jedem Drittel der Burgschaft Visp, sowie der Gerichtsschreiber zugegen sein.
1651 Beginn des Neubaus der St. Martinskirche unter Pfarrer Mathias Bellwalder. Darstellung des Pfarrers Mathias Bellwalder mit Familienwappen am Altar in der Waldkapelle von Visperterminen aus dem Jahr 1660 (siehe Bilder).
1653 Ein Kupferstich von Visp erscheint in der “Topographia Helvetiae, Rhaetiae et Valesiae“ von Matthäus Merian der Ältere (1593-1659). (siehe Bilder)
1659 Heinrich In-Albon von Visp wird Landeshauptmann. Er regiert bis 1662.
1662 Tod des Pfarrers Mathias Bellwalder, Erbauer der St. Martinskirche in Visp und der Rytikapelle in Eyholz.
1664 Neubau der Schützenlaube auf dem Gräfibiel.
1669 Der Kaufmann Peter Welff von Visp erhält für 9 Jahre das Monopolrecht für den Salzverkauf im Zenden Visp.
1670 Die Brüder Hans Ulrich und Jakob Roth aus Basel giessen die grosse Glocke der St. Martinskirche.
1681 Niklaus Kreuzer aus Visp, amtierender Kastlan von Baltschieder-Gründen, fällt das Todesurteil gegen Johann Fellmatter, der seine Schwester ermordet hat.
1684 In Visp wird Johann Joseph Blatter geboren, Fürstbischof von Sitten 1734-1752.
1685 Bau einer Salzsuste auf dem St. Martiniplatz durch den Zenden Visp.
1698 Beginn des Neubaus des Burgener-Hauses auf dem St. Martinipatz. Weiter Informationen zum Burgerner-Haus finden Sie unter Historisches.

18. Jahrhundert

Jahr Ereignis
1702 Der Burgerschreiber erstellt ein Verzeichnis der Burgerfamilien: Anthamatten, Bacher, Bilgischer, Blatter, Burgener, Flanzetter, Fux, Graffen, Heinricher, In-Albon, Kalbermatten, Kamer, Langen, de Lavallaz, Lochmatter, de Platea, Ritter, Ruppen, Sterren, Truffer, Venetz, Walther, Zimmermann, Zuber, Zur Mühly, Zurkirchen. Weitere Informationen zu den jeweiligen Burgergeschlechtern finden Sie hier.
1707 Johann Jodok Burgener aus Visp wird Landeshauptmann und leitet die Geschicke des Landes während 14. Jahren.
1710 Beginn des Neubaus der Dreikönigskirche (Burger-Kirche) auf dem Gräfibiel durch die Burgerschaft Visp. (siehe Bilder)
1715 Visperterminen trennt sich von der Pfarrei Visp und wird zur eigenständigen Pfarrei erhoben.
1719 Mit dem Tod der Maria Maffien erlischt ein altes Burgergeschlecht von Visp.
1724 Der Italiener Giovanni Battista Rappa aus Como erbaut den Hochalter der Burgerkirche (Dreikönigskirche).
1727 Die Burgerschaft Visp erneuert ihre Statuten.
1731 Johann Arnold Blatter aus Visp wird Landeshauptmann und regiert 6 Jahre lang.
1732 Neubau des Gasthofes Burgener auf dem Kaufplatz (abgerissen).
1734 Franz Joseph Burgener(1697-1767) aus Visp wird Landeshauptmann und regiert ununterbrochen während 19 Jahren die Republik Wallis. (siehe Bilder)
1755 Ein Erdbeben richtet grossen Schaden in Glis und in der Kirche von Naters an. Visp bleibt grösstenteils verschont.
1760 Staatsakanzler und Zendenbannerherr Joseph Ignaz Blatter (1695-1760) vollendet den Aus-und Umbau seines Hauses beim Blauen Stein und stirbt im November des selben Jahres.
1770 Die Burger beschliessen, das abgebrannte Kaplaneihaus wieder aufzubauen, falls Kaplan Amoos sich an der Finanzierung beteiligt.
1775 In Sitten stirbt Dr. Peter Joseph Rubin, der 20 Jahre als Arzt in Visp gewirkt hatte
1777 Mit dem Tod des 59 jährigen Johann Joseph Kamer, Alt-Ammann des Freigerichts Geren, erlischt ein weiteres Visper Burgergeschlecht.
1778 Bau des neuen Burgerhauses in Eyholz.
1790 Der Visper Joseph Anton Blatter(1745-1807) wird zum Bischof von Sitten gewählt und bleibt es bis zu seinem Tod 1807. (siehe Bilder)
1790 Die Burger schliessen mit den Glockengiessern Ignatz Henriot und Jean Baptiste Gillot einen Vertrag für den Guss von sechs Glocken.
1793 Ignatz Nikolaus Ritter stirbt 74 jährig als letzter dieses alten Visper Burgergeschlechts.
1794 In Visp wird Anna Maria Mougand wegen Diebstahl hingerichtet und unter dem Galgen verscharrt. Ihr Ehemann wird später im Kerker tot aufgefunden.
1798 Erster missglückter Aufstand der Oberwalliser gegen die französische Fremdherrschaft. Zweiter Kommandant der Walliser Truppen ist der in Gampel wohnhafte Visper Burger Graf Ferdinand Venetz (1764-1822). Weitere Informationen zum Graf Ferdinand Venetz finden Sie unter Historisches.
1799

Der zweite Aufstand der Oberwalliser ein Jahr später wird ebenfalls niedergeschlagen. Aus Rache wird auch Visp durch die französischen Truppen geplündert und anschliessen in Brand gesteckt.

19. Jahrhundert

Jahr Ereignis
1802 In der von Frankreich angeortneten Volkszählung wird für Visp und Albenried eine Bevölkerungszahl von 342 Personen angegeben.
1829 Die Kantonale Volkszählung verzeichnet für Visp 522 Personen: 191 in Visp wohnhafte Burger, 28 auswärts sesshafte Burger, 197 “sich im Ort auf eine Zeit aufhaltende Landsleute, die allda nicht Bürger oder Gemeinder sind“, 51 “Einwohner so nicht Landsleute sind“ sowie 55 “fremde Handwerksleute, Bedienten und Taglöhner, die kein unbewegliches Wohnort haben“.
1837 Die Burgergemeinde Eyholz erneuert ihre Satzungen. Weitere Informationen zu diesen Satzungen finden Sie unter Historisches.
1844 Im sogenannten 2. Bürgerkrieg greifen die Ober- und Unterwalliser erneut zu den Waffen. Der militärische Führer der “Alten Schweiz“, der gebürtige Visper Baron Wilhelm Theodor von Kalbermatten (1793-1875), wird zum General ernannt. Weitere Informationen zum General finden Sie unter Historisches.
1849 Grosse Regenflüsse lassen die Gewässer ansteigen. In Visp ensteht durch den Ausbruch der Vispe gosser Schaden.
1850 In Visp leben 573 Personen. Nebst dem Grossteil an Bauern, Knechten, Mägden, Tagelöhner, Gesellen und Notaren waren folgende Berufe vertreten: 2 Gastwirte, 2 Hoteliers, 2 Ärzte,1 Hebamme, 1 Barbierer, 5 Handelsmänner, 1 Mechaniker, 1 Uhrmacher, 3 Schuster, 1 Gerber, 2 Schneider, 1 Korber, 2 Nagelschmiede, 3 Hufschmiede, 1 Kupferschmied, 1 Maurer mit 7 Gesellen, 1 Säger, 3 Schreiner, 2 Wagner und 1 Kantonier.
1855 Am 25. Juli erschüttert ein schweres Erdbeben das Vispertal. In Visp werden beide Kirchen beschädigt; ein grosser Teil der Häuser stürzt ein.
1861 Das Hotel De la Poste wird für 40'000 Franken durch Severin Lagger und Franz Stampfer ersteigert und später von den beiden Herren grosszügig ausgebaut. (siehe Bilder)
1863 Der Burgerrat beschliesst, dass in jedem Drittel der Burgschaft Visp ein Brunnen erstellt werden soll.
1866 Das erste Telegraphenbüro in Visp wird eröffnet.
1868 Ende Juni durchbricht der Rotten auf der Höhe der Rytikapelle die Wuhren und zerstört die ganzen Früchte der Ebene. Im Dezember fällt das Wasser an gleicher Stelle erneut ein und bedeckte die Ebene zwischen dem Hohen Kreuz und der Rytikapelle während 4 Tagen mit einer “Eisüberschwemmung“. Weitere Informationen zur Eisüberschwemmung finden Sie unter Historisches.
1871 Die Burger schliessen mit Orgelbauer Kapnola in Sitten einen Vertrag für den Neubau einer Orgel im Wert von 4500 Franken ab
1878 Bau des Bahnhofs.
1883 Die Auswanderung nach Amerika erreicht einen weiteren Höhepunkt. 20 Personen aus Eyholz verlassen die Heimat in Richtung USA und Argentinien.
1893 Die Entwässerung der Talebene in der Umgebung von Visp ist abgeschlossen.

20. Jahrhundert

Jahr Ereignis
1900 Das Visper Telephon-Ortsnetz mit einer Handzentrale wird in Betrieb genommen.
1907 Das 1897 gegründete Elektrizitätswerk LONZA lässt sich in Visp nieder. Im selben Jahr wird das neue Schulhaus erbaut. (siehe Bilder)
1920 Die neu gegründete Landwirtschaftliche Schule wird im ehemaligen Hotel Soleil eingerichtet. (siehe Bilder)
1925 Die gedeckte Holzbrücke über die Vispe muss einem Neubau aus Eisenbeton weichen.
1941 Die 1926/27 von Briger Ursulinen erbaute Haushaltungsschule, die später in eine Privatklinik umgewandelt wurde, steigt zum Bezirksspital auf.
1947 Mit dem Abbruch des Zumstein-Hauses beginnt die Neugestaltung des St. Martiniplatzes. Das Zendenratshaus und das Burgerhaus werden ebenfalls abgerissen. Ein neues Visper Rathaus wird erbaut und die Kirche St. Martin grosszügig erweitert.
1972 Fusion der Gemeinden und Burgerschaften Visp und Eyholz.
1985 Gründung des Forstbetriebes "Visp und Umgebung".
1989 Grösserer Bodentausch zwischen der Lonza und der Burgerschaft. Übernahme des Gutsbetriebes Grosseye.
1990 Umzonung der Pomona (Landwirtschaftszone --> Gewerbezone).
1992 Neues Burgerreglement  -  Der Burgernutzen ist nicht mehr an den "Herd", sondern an Einzelpersonen gebunden

21. Jahrhundert

Jahr Ereignis
2001 Kauf von 13'000 m2 Gewerbeboden in der Wehreye.